Multifunktionale Fassaden: Ein Weg in die Zukunft
Soviel ist unstrittig: Der Schlüssel zur Energieeffizienz eines Gebäudes liegt in der Fassade. Die Technisierung der Gebäudehülle erlaubt es nicht nur, Energie zu sparen und zu gewinnen, sondern auch die Sicherheit zu optimieren sowie den Komfort zu erhöhen.
Die Technisierung der modernen Fassade bedeutet aber auch eine Anhäufung von Anforderungen, welche die Komplexität und das Angebot der Systemtechnik deutlich erhöhen. AluKönigStahl hat die erforderlichen Komponenten zur Erfüllung dieser Ansprüche an die Gebäudehülle mit der Schüco E²-Fassade als modularen Systembaukasten in seine Angebotspalette aufgenommen.
Bei der Schüco E²-Fassade wird die Funktionsvielfalt durch die Bildung von vier Modulgruppen transparent gemacht: Dezentrale Lüftung, Öffnungselemente, Sonnenschutz und Photovoltaik. Diese Komponenten lassen sich in verschiedenste Aluminium-Fassadenkonstruktionen integrieren und ermöglichen so eine Anpassung an nahezu jede objektspezifische Anforderung.
Komplexitäten bei der Fassadenfertigung mit vernetzten Technikfunktionen ergeben sich im Bereich der Planung. Die technische Transparenz ist zwar durch modularen Aufbau und klare Schnittstellendefinition gegeben – um eine reibungslose Projektabwicklung zu erreichen, ist jedoch eine Abstimmung zwischen den Gewerken erforderlich.
Dieser „Technikwelt“ der Fassade steht eine anspruchsvolle Gestaltungswelt gegenüber, die das Ideal einer hoch transparenten, großflächigen und durchgängig symmetrischen Fassadenstruktur anstrebt. Will man beide Welten ohne Kompromisse miteinander verbinden, so müssen Technikfunktionen weitgehend unsichtbar in die Systemtechnik für die Fassade integriert werden. Entsprechende Öffnungselemente bieten die Möglichkeit, geschosshohe Flügel mit Flügelgewichten bis zu 250 kg – wahlweise manuell oder elektromotorisch bedienbar – homogen in das Fassadenbild zu integrieren. Dem Prinzip der „unsichtbaren Fassadentechnik“ folgend, sind die Motorriegel für den Antrieb der Flügelrahmen vollständig in das Tragwerk integriert. In Verbindung mit dem busgesteuerten vollautomatisierten Fassadensystem kann über die angeschlossenen Öffnungselemente die Nachtauskühlung automatisiert werden.
Photovoltaik in Dünnschicht-Technologie
Eine wichtige Aufgabe im Rahmen der dualen Strategie des Energiesparens und -gewinnens übernimmt bei der Schüco E²-Fassade die integrierte Photovoltaik. Bei der Integration von Dünnschicht-PV in die Fassade ist der Einsatz der weniger temperaturabhängigen Dünnschichtmodule und deren bessere Ausnutzung des diffusen Anteils der Solarstrahlung von besonderem Vorteil. Die PV-Module sind witterungsgeschützt eingebettet in ein Verbundglas, das als Außenscheibe eines Isolierglases flächenbündig in die Tragkonstruktion integriert ist. Energetisch erzielen die E²-Module somit Wärmedämm-Eigenschaften, die denen hochwertiger Isoliergläser in vollem Umfang entsprechen (Ug-Wert ab 1,1 W/m²K und darunter). Optisch bleibt durch die homogene Lochstruktur der Außenbezug zur Umwelt erhalten. Modulgrößen für die E²- Energiefassade liegen frei wählbar zwischen 900 x 500 mm und maximal 3500 x 2500 mm Größe.
Die umfassenden Systemdokumentationen sowie elektronische Planungs- und Kalkulationshilfen, die AluKönigStahl seinen Marktpartnern für projektbezogenes Arbeiten mit den Komponenten der Schüco E²-Fassade bereitstellt, geben wichtige Hilfestellungen bei Konzeption, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung.
Bei Schüco und AluKönigStahl beschäftigt man sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Thema der funktional vernetzten Technikfassaden, denn eines ist klar: Nur Energie sparende und gewinnende Gebäude haben eine Zukunft – die Konzeption der Gebäudehülle spielt dabei eine entscheidende Rolle hin zu einem nachhaltigen Gebäude.
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